Die Geschichte von Ettore Mastrangelo ist eine von vielen. Abenteuerlust und die hohe Arbeitslosigkeit trieben ihn als jungen Mann aus einem kleinen Vorort von Salerno zum Arbeiten nach Deutschland.

Inzwischen ist er in Schilksee zu Hause und konnte dort bereits das 25-jährige Bestehen seiner Pizzeria Italia feiern.
Schon 1976 verließ er seine Heimat, um in einer Berliner Pizzeria zu arbeiten. Als dann sein damaliger Chef, der das Restaurant am Fliegenden-Holländer übernehmen wollte, einen Rückzieher machte, griff Ettore Mastrangelo zu.
,,Ich wollte einfach weiterkommen", sagt der heute 51-Jährige. Damals war die Karte noch viel kleiner. Eine Pizza Margherita kostete 4,50 DM und die Renner waren: Spaghetti Bolognese oder Pomodoro (Tomatensauce). In der Pizzeria floss noch reichlich Asti Spumante, ,,den heute keiner mehr trinkt".
Im Laufe der Jahre ist das kulinarische Programm umfangreicher geworden. ,,Die Gäste haben sich verändert, sind anspruchsvoller geworden", erklärt Mastrangelo. Durch viele Reisen nach Italien haben die Leute mehr von dem Land mitbekommen und erwarteten jetzt mehr als Spaghetti und Maccheroni. Man verlangt nach Grappa. Carpaccio, Caprese oder Antipasti della Vetrina, die vor 25 Jahren keiner kannte, sind jetzt selbstverständlich. Beim Mittagstisch biete er hochwertige Gerichte günstig an, damit sich die Leute angesprochen fühlten.
Dass er sich über all die Jahre in Schilksee gehalten hat, verdankt er auch der Unterstützung seiner Familie. Denn im Restaurant packen alle mit an - von seiner Flau Dörte über die beiden Kinder und den beiden Brüdern, die von Anfang an dabei waren. Und so muss Ettore Mastrangelo nur in den Sommermonaten auf Fremdpersonal zurückgreifen.

(Aus einem Artikel des Kieler Express)